Psychotherapie

"Es gibt in Deutschland derzeit drei wissenschaftlich anerkannte und sozialrechtlich zugelassene psychotherapeutische Behandlungsverfahren, die sich im Verständnis psychischer Erkrankungen und in der Behandlungstechnik unterscheiden. Das sind Analytische Psychotherapie, Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie. Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sind in Psychoanalytischer und Tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie ausgebildet.

Eltern, die an ihren Kindern anhaltende Störungen bemerken oder durch Lehrer, Erzieher oder Ärzte auf Probleme aufmerksam gemacht werden, sollten diese von einem geeigneten Psychotherapeuten abklären lassen. Anlässe, psychotherapeutische Hilfe zu suchen sind z.B. Ängste, auffallend aggressives und dissoziales Verhalten, psychosomatische Störungen, Einnässen, Neurodermitis, Asthma, Diabetes, Sprechstörungen, hyperkinetisches Syndrom/Aufmerksamkeitsdefizitstörung, Konzentrations-, Lern- und Arbeitsstörungen. Hinzu kommen depressive Störungen, selbstverletzendes Verhalten, Selbstmordgedanken, Essstörungen oder eine beginnende psychotische Entwicklung.

Eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist indiziert, wenn bestimmte Problembereiche und aktuelle Konflikte zu bewältigen sind. Die Arbeit konzentriert sich auf das aktuelle Geschehen, sie geht nicht so sehr in die Tiefe, die Zielsetzung ist begrenzt, die Selbstentwicklung wird gefördert und unterstützt. Auf diese Weise werden Besserung oder Heilung möglich.

Zwischen Patient und Therapeuten entsteht eine Beziehung, in der sich die inneren Themen des Kindes oder Jugendlichen, seine Sorgen, Wünsche und Aggressionen, seine Konflikte und Ängste entfalten können und mit Hilfe des Therapeuten verstanden werden. Mit der dadurch gewonnenen inneren Sicherheit kann das Kind oder der Jugendliche neue Wege zur Lösung seiner Konflikte finden.

Eltern sind zumeist die bedeutendsten Bezugspersonen für das Kind. Daher sind regelmäßige Gespräche mit ihnen wichtig für den Erfolg der Therapie. Im therapeutischen Prozess können Eltern das Krankheitsgeschehen verstehen lernen und neue Antworten auf das Kind entwickeln.

Behandelt werden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene maximal bis zum 21. Lebensjahr."

 

Quelle: www.vakjp.de